Sie sind vermutlich noch nicht im Forum angemeldet - Klicken Sie hier um sich kostenlos anzumelden  
logo

Weiße Magie als Weg zur Selbsterkenntnis ist das Thema dieses Forums.

Listinus Toplisten Dieses Forum ist nicht mehr aktiv. Es dient mit seinen Beiträgen als Archiv.

Betreiber dieses Forums ist Matthias Mala. Zu Büchern zur Theurgie von Matthias Mala klicken Sie bitte hier. Sein aktuelles Blog zu Mystik und Kontemplation finden Sie hier.

Listinus Toplisten
Sie können sich hier anmelden
Dieses Thema hat 1 Antworten
und wurde 171 mal aufgerufen
 Das Vorgängerforum "Die Macht der weißen Magie"
Anke ( gelöscht )
Beiträge:

29.04.2003 11:08
RE: Nachtrag an Zaubergeist Thread geschlossen

Lieber Zaubergeist,
es hat geknackt! Ich weiß jetzt, daß ich springen muss, denn die Angst vor dem
Bekannten wächst. Das Leben zeigt mir gerade auf magische Art und Weise, daß die
Haltlosigkeit, vor der ich mich so sehr fürchte, in jenen Dingen ist, an die ich
mich klammere...! Das Unbekannte ist unbekannt, aber es kann nicht haltloser als
die Lüge meiner alten Perspektive sein! Ich drücke mich nicht erst seit gestern
vor dieser Schwelle, aber seit heute ist es mir bewußt, daß ich mich davor drücke!
Vieles scheint miteinander verwoben und dieses göttliche Gespinst, hat mich zu
dieser Einsicht geführt! Nicht Du allein, aber Du hast einen erheblichen Teil dazu
beigetragen ! Jetzt brauche ich den Mut um diesen Schritt zu gehen, und nachdem
ich die Einsicht gefunden habe will, ich darauf vertrauen, daß der Mut bald folgen
wird...
In Liebe
Anke

Zaubergeist ( gelöscht )
Beiträge:

29.04.2003 11:02
#2 RE: Nachtrag an Zaubergeist Thread geschlossen

>Lieber Zaubergeist,
>es hat geknackt! Ich weiß jetzt, daß ich springen muss, denn die Angst vor dem
>Bekannten wächst. Das Leben zeigt mir gerade auf magische Art und Weise, daß die
>Haltlosigkeit, vor der ich mich so sehr fürchte, in jenen Dingen ist, an die ich
>mich klammere...! Das Unbekannte ist unbekannt, aber es kann nicht haltloser als
>die Lüge meiner alten Perspektive sein! Ich drücke mich nicht erst seit gestern
>vor dieser Schwelle, aber seit heute ist es mir bewußt, daß ich mich davor drücke!
>Vieles scheint miteinander verwoben und dieses göttliche Gespinst, hat mich zu
>dieser Einsicht geführt! Nicht Du allein, aber Du hast einen erheblichen Teil dazu
>beigetragen ! Jetzt brauche ich den Mut um diesen Schritt zu gehen, und nachdem
>ich die Einsicht gefunden habe will, ich darauf vertrauen, daß der Mut bald folgen
>wird...
>In Liebe
>Anke
-
Liebe Anke, danke für Deine Zeilen und Dein Vertrauen.
Wurde in alten Kulturen ein Priester initiiert, so führte ihn sein Weg in die Unterwelt, wo er dem Tod ins Auge schaute, bis er schließlich aufsteigen durfte, um sich mit der Gottheit zu vereinigen. Auch in archaischen Kulturen ist die Initiation Jugendlicher in die Erwachsenenwelt meist mit Todessymbolik verknüpft. Dinge, die in unserer Kultur keinen rituell und zeremoniell gleichwertigen Rahmen mehr haben, deshalb greifen viele Jugendliche zu Surrogaten, von Drogen bis Extremsport.
Bedeutsam ist, dass Entwicklung immer auch ein Sterben ist. Sterben ist Abschied nehmen, Dinge zurück zu lassen. Sterben ist Vorbereitung auf den Tod. Tod ist Wandlung. Von einer Dimension in eine andere. Die Frage, die sich jeder Mensch stellen sollte ist: Kann ich dem Tod im Leben begegnen. Es ist eine sehr wichtige Frage, denn wer diese Begegnung wagt, wagt es, alles hinter sich zu lassen, um in eine neue Dimension überzutreten. Wenn uns der wirkliche Tod ereilt, werden wir dazu gezwungen. Der Volksmund weiß es, wenn er sagt, das Totenhemd hat keine Taschen. Nichts, aber auch gar nichts können wir mitnehmen. Dieser Tod ist weil unabweislich gewissermaßen banal.
Hingegen ist der Tod im Leben sensationell. Wage ich also, und das ist die Frage, den Schritt in eine Dimension, ohne dass ich irgend etwas des Bekannten mitnehmen oder bewahren möchte? Wage ich es, erlebe ich eine vollkommene Initiation.
Rituelle unbewußte Initiationshandlungen sind zum Beispiel die Haare abzuschneiden, sich neu zu kleiden, den Wohnort zu verlegen. Blicken wir beispielsweise auf die Mönche, sehen wir all dies bei ihrer Weihe. Es gibt sie also die Rituale. Ich kann Dir kein Ritual empfehlen, liebe Anke, weil ich nicht weiß, von was Du dich wirklich abnabeln musst, doch weiß ich, dass Du jetzt das für Dich passende Ritual vor Augen hast. Trage also zusammen, tatsächlich und symbolisch, was Du zurücklassen musst und willst. Kleide Dich in das weiße Gewand des Kandidaten und gehe durch den dunklen Vorhang. Gehe mit Furcht und doch mit Zuversicht, denn Dich zu lösen, gibt Dir Raum und Raum ist der wahre Lohn für den, der es wagte, dem Tod ins Angesicht zu schauen.
Noch eine Warnung, wenn Du diese Zeilen für zu düster hältst, dann lasse Dir noch Zeit, denn dann bist Du noch zu stark verwurzelt und würdest Dich nicht lösen, sondern verletzen. Dies aber wäre ein schlechter Start für eine so lange Reise, wie Du sie vor Dir hast.
Licht und Liebe und Mut zur Furcht
Dein Zaubergeist

 Sprung  
Xobor Ein Kostenloses Forum | Einfach ein Forum erstellen