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Weiße Magie als Weg zur Selbsterkenntnis ist das Thema dieses Forums.

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Listinus Toplisten
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Dieses Thema hat 1 Antworten
und wurde 162 mal aufgerufen
 Das Vorgängerforum "Die Macht der weißen Magie"
Zaubergeist ( gelöscht )
Beiträge:

02.01.2003 10:27
RE: Führerschein zur weißen Magie Thread geschlossen

Liebe Freunde,
die Frage: ich will die Magie erlernen, wer unterrichtet mich?, ist keine Seltenheit. Sie begegnet uns hier wie in anderen Foren oder im Umgang mit anderen, sobald sie erfahren, dass wir uns magisch betätigen. Gleichwohl verblüfft uns diese Frage gelegentlich immer wieder. Nicht weil sich jemand für Magie interessiert und sich darin bilden will, sondern weil sie häufig mit einer so seltsamen Naivität an uns gerichtet wird, als wäre Magier ein Lehrberuf oder als müsste man wie Harry Potter nur vom richtigen Bahnsteig abfahren, um ins Zauberland zu gelangen. Ja, häufig ist nicht einmal die Spur eines Motivs zu erkennen, warum jemand sich der Magie zuwenden möchte, allenfalls ein paar verblasene Allmachtsphantasien, etwa dieserart: einem Feind die Pest an den Hals zu Hexen, durch die Lüfte zu sausen, diesen oder jenen zu erschrecken oder von diesem oder jenen Schatz zu räubern.
Tja und da steht dann der Adept vor verschlossener Türe. Denn nicht zu Unrecht lässt man sich Zeit und Energie von irgendeinem dahergelaufenen Naseweis stehlen. Nicht destotrotz wird man darauf gelegentlich von einem solchen Naseweis angemault und der Überheblichkeit geziehen. Ein Schuh den man sich gewiss nicht anzieht, und dennoch macht man sich Gedanken: war die Abweisung zu schroff, war man zu wenig entgegenkommend, war man vielleicht doch zu eitel?
Ich meine, solche Überlegungen sind ebenso eine Verschwendung von Kraft wie eine Bindung an lemurenhafte Kräfte. Denn wer nicht in der Lage ist, sich zumindest eine Vorstellung von dem zu machen, auf was er sich mit der Magie einlässt und diese Sicht nicht einigermaßen zu formulieren vermag, zu der ebenso seine stillen Wünsche und eitlen Absichten zählen, dem fehlt schlicht und einfach die innere Berührung mit der Magie. Er ist von der magischen Sphäre nicht angesprochen. Und solange dies so ist, verfehlt ihn auch in diesem Zusammenhang jedes an ihn gerichtete Wort.
Wir wissen, es gibt keinen Führerschein zur Magie. Wir wissen aber auch, das jeder, der einen Führerschein erwerben möchte, eine Ahnung wie eine Vorstellung vom Autofahren besitzt und nicht nur Spielzeugautos über den Teppich geschoben hat.. Nicht weniger aber sollten wir auch von jemanden verlangen, der behauptet sich für Magie zu interessieren, die Lektüre von Harry Potter ist in dieser Hinsicht sicher nicht ausreichend, um jemanden dahingehend ernst zu nehmen.
Alles Liebe
Zaubergeist

Taphthartharath ( gelöscht )
Beiträge:

02.01.2003 10:35
#2 RE: Führerschein zur weißen Magie Thread geschlossen

Magie ist zur Zeit einfach "in". Ob das am Aeonenwechsel oder an den neuen Medien (Internet) liegt, ist schwer zu bestimmen. Wahrscheinlich ein bisschen an beiden. Das Problem ist, dass sie nicht nur Elementale etc. wie das Licht die Motten anzieht, sondern eben auch "Menschen". Magie, allein das Wort beinhaltet für viele Menschen etwas Faszinierendes. Die Möglichkeit mit einem "Fingerschnippen" ala Harry Potter etwas in seiner Umwelt zu verändern, ist schon eine aufregende Vorstellung.

Die Idee ansich ist ja richtig ... seine und die Realität der Umwelt zu verändern. Nur dieser Tatsache ansich wird man sich eigentlich erst bewußt, wenn man sich ernsthaft mit Magie beschäftigt. Einige erkennen bereits am Anfang ihres Weges die Bedeutung. Magie ist ein lebenslanger Weg der Entwicklung zum höheren Selbst, der sicherlich auch über die sogenannte "niedere" Magie führt, aber letztendlich die eigene spirituelle Entwicklung zum Ziel hat oder haben sollte. Hier ist der Weg das Ziel. Das sind aber die Wenigsten.

Wie viele "Junghexen" z.B. suchen in der Magie den Weg zur(zugegeben dem Alter entsprechend) Verwirklichung ihrer Träume? Für sie ist aber Magie nur eine andere Form des "Zettelzusteckens" um den "Jungen ihrer Träume" zu ergattern. Diese und andere ihrer "Entwicklungsstufe" nehmen dankbar alles auf, um "leicht" an ihr Ziel zu gelangen. Der eigentlichen Sinn der Magie bleibt ihnen verborgen. Für manche mag es der Anfang sein sich ernsthaft mit Magie zu beschäftigen. Für manche wird es dabei bleiben, da sie nie den Kern der Sache erfahren werden. Wie sie, wird jeder der ausschließlich kurzfristige Erfolge in der materiellen und irdischen, 3-dimensionalen Daseinsform sucht, nie "Magie" erfahren. Der Wunsch nach materieller und gefühlsorientierter Geborgenheit ist hier der Antrieb. Als Initialzündung ist das sicher nachzuvollziehen, wird aber langfristig nur dazu führen, dass man sich von diesem Weg wieder abwendet, sicher zu sein, es sei ja doch alles Humbug. Diese Menschen "erwarten" von den "Eingeweihten" einfach nur die richtigen Worte, um ihr Ziel (was auch immer das ist) zu erreichen. SOLCHE Anfragen kann man natürlich leicht durchschauen und ihnen entsprechend entgegnen. Dass das zu Irritationen oder Ablehnung führt ist leicht verständlich. Der Wunsch nach einer schnellen Lösung der Probleme wird zurückgewiesen. Was für eine Frechheit. Wo die magisch Fähigen doch so einfach den Herzenswunsch erfüllen könnten. Und dann verwehren die arroganten "Insider" mir dieses Wissen.

Sich darüber Gedanken zu machen, diesen Menschen gegenüber zu schroff oder zu eitel gewesen zu sein, ist sicher eine Verschwendung in sich. Die Magie kommt zu einem, wenn man reif ist und es ist sicher nicht die Aufgabe eines Magiekundigen sich diesen Zeitpunkt durch eine "eingeschnappte" Einstellung des "Begehrenden" aufzwängen zu lassen.

Man besucht ja auch nicht eine Kampfsport-Ausbildung mit der Einstellung beim ersten Training gleich die Todesgriffe gezeigt zu bekommen. Es setzt hier, wie in der Magie eine Reife vorraus, mit dem Gerlernten umgehen zu können. Dazu bedarf es einer Ausbildung, die auf einer soliden Basis steht. Sicher bestätigen auch hier immer Ausnahmen die Regel, aber das sind eben "Ausnahmen". Magie anzuwenden ohne die grundlegenden Begriffe der Materie zu kennen, bewirkt bestenfalls nichts. Schlimmer noch bewirkt es wohlmöglich unkontrollierte Ereignisse. Hier liegt die Verantwortung des "Lehrenden". Denn es ist sein Karma, das er belastet.

Kein Physik-Lehrer würde seinen Studenten einen Plutonium-Stab in die Hand drücken und sagen, nun übt mal schön zuhause nach dem Motto - ich bastele mir ein Atomkraftwerk ... Man würde ihn sicher sofort verhaften. In der Magie gibt es diese irdische Instanz nicht, aber jeder der sich ernsthaft mit Magie beschäftigt ist mit mir sicher einer Meinung, dass es da eine "über"irdische Instanz gibt, die sehr wohl unsere Aktionen bewertet. Auch wenn man sich dieser Instanz vielleicht über einige Reinkarnationen entziehen kann - Letztendlich wird man irgendwann Rede und Antwort stehen.

In diesem Sinne ist es geradezu eine Pflicht entsprechend auf derartige "Anfragen" zu reagieren.

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