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Weiße Magie als Weg zur Selbsterkenntnis ist das Thema dieses Forums.

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Listinus Toplisten
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Dieses Thema hat 0 Antworten
und wurde 212 mal aufgerufen
 Das Vorgängerforum "Die Macht der weißen Magie"
Duir ( gelöscht )
Beiträge:

17.03.2005 12:10
RE: Engel Thread geschlossen

>Hi Sandra dazu fällt mir ein alter Spruch ein.Wir Menschen sind Engel mit nur einen Flügel.Um fliegen zu können müssen wir uns umarmen.Ich selbst schreibe Gedichte seid meiner Nahtoderfahrung.Wenn du interessiert bist schicke ich dir welche rüber.Blessed be
>er einige Zeit auf die Erde heruntergeschaut hatte, kam er auf die sogenannten
>zivilisierten Menschen in diesen sogenannten reichen Ländern.
>Es war aber gar nicht einfach in diesen Ländern einen Menschen zu finden, der als
>Erzähler oder Erzählern in Frage käme.
>In einer Einkaufsstraße fand Jonny einen Mann mit einem gemütlich aussehenden Bart,
>einer Zipfelmütze und mit Kindern um ihn herumstehend, der erzählte
>Weihnachtsmärchen. "Das muss er sein," dachte Jonny und schwebte zu ihm herunter.
>Aber um so näher er kam um so verwirrter wurde er: die Kinder hörten ja gar nicht
>zu! Woran lag das nur? Und dann merkte er, dass der Mann in ein Mikrophon sprach so dass die Kinder gar nicht seine wirkliche Stimme hörten sondern nur ein hässliches
>Gekrächze. Und der Bart war nicht echt, die Mütze war aus Pappe und als er dann noch in die Gedanken des Mannes schaute, sah er dort nur seine nächste
>Gehaltsabrechnung. Die Geschichte, die er erzählte, interessierte ihn überhaupt
>nicht, obwohl sie wirklich sehr schön war. Außerdem war er noch von so hellen Lampen angeleuchtet, dass er seine Zuhörerschaft gar nicht anschauen konnte.
>Das war es also nicht. Schnell schwebte Jonny weiter. "Sind die Menschen etwa alle
>so?" fragte er sich verzweifelt. Da kam er an einer Kirche vorbei, die war zu Ehren
>Gottes aufgebaut worden, erinnerte er sich. Das musste also eine Stelle sein, wo
>die Menschen noch von Gott und seiner Liebe wussten. Schnell schwebte Jonny
>herunter. Tatsächlich, der Oberpriester erzählte gerade die Weihnachtsgeschichte.
>Aber was war das? Die wenigen Zuhörer waren ja gar nicht von der Liebe der
>Geschichte erfüllt!
>Wäre das der Fall gewesen hätten sie sich doch umarmen müssen, zumindest ab und zu
>einmal anlächeln. Aber nichts von alledem. Jonny spürte auch den Grund. Der Pastor
>glaubte und fühlte selbst nicht, was er erzählte. Er hatte die Geschichte jahrelang
>studiert, zerpflückt, analysiert, hinterfragt, so dass von der Wärme, den feinen
>unberührbaren Zusammenhängen nichts mehr übrig war. Deshalb konnte er die
>Geschichten auch nicht mehr erzählen. Er erzählte den Menschen daher Dinge aus ihrer
>Welt, einer Welt, die sie kannten, deren Einsamkeit sie kannten und in der sie es
>dem Pastor natürlich auch nicht glaubten, wenn er von Gemeinsamkeit und
>Nächstenliebe sprach.
>Niedergeschlagen verließ Jonny die Kirche. Sollte es auf dieser Welt etwa niemanden
>mehr geben, der die Weihnachtsgeschichte wirklich erzählen konnte? Er schwebte
>weiter, vorbei an den hektischen, geschenkehortenden Menschen, den stinkenden
>Autos und dem Lärm. Solange, bis es stiller wurde, bis die Menschen weniger und
>stiller wurden, bis dahin, wo die Stadt den Schnee nicht mehr zu einem endlosen
>grauen Matsch einschmolz und noch weiter.
>Und Jonny fand ein kleines Dorf, im Norden eine Kirche, in der Mitte ein Haus,
>darin ein warmes Zimmer mit einem Ofen und daneben ein Mädchen hinter einem
>Spinnrad. Es spann Wolle und dachte dabei an die Schafe, die die Wolle für die
>Menschen hergaben und an die Hirten, die dort draußen in der Kälte auf die Schafe
>aufpassten. Und das Mädchen mochte die Schafe und die Hirten und überhaupt die
>Menschen und ganz besonders die Kinder. Es spürte deshalb, was die unschuldige Liebe eines Kindes der Welt der Erwachsenen geben konnte und dass manche der Hirten dort draußen in der Kälte sehr viel mehr Wärme übrig hatten, als dieser Landpfleger in seinem warmen Palast.
>Und was das Wichtigste für Jonny war, das Mädchen kannte auch die
>Weihnachtsgeschichte. Sie erzählte sie manchmal kleinen Kindern, auf die sie
>aufpasste um Geld zu verdienen und sie wurde auch verstanden. Die Augen der Zuhörer
>fingen dann an zu leuchten und die Wärme der Geschichte sprang auf sie über. Nur die
>meisten älteren Leute verstanden nur wenig. Deren Herzen waren schon zu fest
>verriegelt.
>"Endlich," dachte Jonny, "hier ist meine Aufgabe, hier habe ich den Menschen
>gefunden, der die Welt retten kann.
>Und Jonny holte seine Harfe heraus und schlug sie an. Plötzlich war die Welt um das
>Mädchen wie verzaubert. Menschen, die vorher gar kein Interesse an der Geschichte
>hatten, kamen plötzlich herbei, baten, die Geschichte zu erzählen, hörten zu, tauten
>innen drin auf, wurden lebendig und verstanden die Geschichte mit Begeisterung.
>Ihre Herzen schlugen höher und die Menschen erzählten die Geschichte weiter, denn
>sie hatten gemerkt, wie viel Liebe sich Menschen geben können.
>Die Menschen sahen auf einmal, wie grau die Welt, die sie sich erschaffen hatten
>war. Sie wollten auf einmal leben, weil sie an das lebende Kind im Stall von
>Bethlehem dachten. Sie nahmen alle ihre Bomben auseinander und verbuddelten sie tief
>unter der Erde. Dann trafen sie sich überall, um die Weihnachtsgeschichte zu hören
>und sie nahmen sich die Zeit dazu, die sie vorher nie gehabt zu haben glaubten.
>Jonny spielte sich die Finger wund und das Mädchen begann heiser zu werden aber die
>beiden waren froh. Und Jonny merkte, dass sein Plan oder vielmehr der des lieben
>Herrgottes aufgegangen war.
>Und so gaben die beiden so viel von ihrer doppelten Liebe, der Liebe des Menschen,
>die mit himmlischer Hilfe auf offene Herzen traf, an die Menschen weiter, dass die
>Welt ein ganz kleines Stück besser wurde.
>
>Das Einzige, was das Mädchen und auch Jonny nicht wussten und was ihnen manchen
>Zweifel erspart hätte, war folgendes: Gott hatte viele, viele, viele Jonnys auf die
>Erde geschickt und in jeder Ecke und überall fanden sie Menschen, ein Mädchen, einen
>Jungen, einen Mann, eine Frau, die die Weihnachtsgeschichte noch verstanden. Und all
>die Jonnys halfen all den Menschen, sie weiter zu erzählen. Und darum scheint es
>doch so zu sein, dass die Welt noch nicht ganz verloren ist.
>Verfasser unbekannt
>Euch allen frohe Weihnachten,
>Licht und Liebe Sandra
>
>

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