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Listinus Toplisten
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Dieses Thema hat 25 Antworten
und wurde 19.141 mal aufgerufen
 Allgemeine Fragen zur weißen Magie
Seiten 1 | 2
Avicenna Offline



Beiträge: 13

15.11.2010 13:41
RE: HIOB antworten

Hallo an Alle,

Mich interessiert die Geschichte von Hiob. Obwohl ich davon ausgehe, dass jeder oder zumindest viele ein Bibelexemplar zu Hause haben, hier kurz eine Zusammenfassung.

....................................................................................................................
Die Rahmenerzählung umfasst die in Prosa geschriebenen Teile des Buches:
Prolog[4]: Auf Betreiben Satans wird der vermögende und fromme Ijob ins Unglück gestürzt. Auf die Frage Gottes an Satan: „Hast du auf meinen Knecht Ijob geachtet? Seinesgleichen gibt es nicht auf der Erde, so untadelig und rechtschaffen, er fürchtet Gott und meidet das Böse.“ (Ijob 1,8) antwortet der Satan, Ijob sei nur solange fromm, wie er in angenehmen Verhältnissen lebe: „Geschieht es ohne Grund, dass Ijob Gott fürchtet?“ (Ijob 1,9-11) und schlägt vor, Ijobs Gottesfurcht auf die Probe zu stellen. Gott lässt den Verlust allen Besitzes Ijobs zu sowie den plötzlichen Tod seiner zehn Kinder. Ijob nimmt die Schicksalsschläge an, ohne Gott zu verfluchen. Als Gott daraufhin dem Satan gegenüber die Frömmigkeit Ijobs rühmt, verlangt der Versucher, dass er Ijobs Gesundheit schädigen darf. Gott lässt auch das zu und Ijob erkrankt an einem bösartigen Geschwür „von der Fußsohle bis zum Scheitel“. Obwohl ihn seine Frau nun auffordert, diesen Gott, der so etwas zulässt, zu verfluchen, bleibt Ijob bei seiner gottesfürchtigen Einstellung: „Nehmen wir das Gute an von Gott, sollen wir dann nicht auch das Böse annehmen?“ (Ijob 2,10).
Im Epilog[5] belohnt Gott Ijobs Treue, indem er ihm zweimal so viel gibt, wie ihm vorher auf Anraten Satans genommen wurde.
Die dichterischen Teile, die fast den gesamten Inhalt des Buchs ausmachen, werden folgendermaßen gegliedert:
Dialog[6]. In einem Streitdialog zwischen Ijob und drei weiteren Personen, Elifas, Bildad und Zofar, die im Prolog als Freunde Ijobs vorkommen, klagt Ijob über sein eigenes Leiden, beteuert, es nicht verdient zu haben, und fordert schließlich Gott selbst heraus. In dreimal drei Reden, denen jeweils Ijobs Entgegnung folgt, versuchen dagegen die Freunde, Ijob zum Geständnis seiner Schuld zu bewegen. Sie sind typische Vertreter der Weisheitslehre: Dem Gerechten geht es gut, dem Gottlosen schlecht. Demzufolge muss Ijobs Leiden durch seine Schuld verursacht sein. Die Reden steigern sich und die beiden Parteien reden immer mehr aneinander vorbei, bis sie sich am Ende nichts mehr zu sagen haben. Es zeigt sich, dass die Freunde Ijob nicht mit ihrer Weisheit weiterhelfen können. Diesem Abschnitt werden auch Teile zugerechnet, die eigentlich Monologe sind, so Ijob 3[7] und Ijob 29–31[8], oder keinem Redner zugewiesen werden können, so das so genannte Lied von der Weisheit in Ijob 28[9].
Elihureden[10]. Als vierter Redner betont Elihu als Anwalt Gottes in vier Reden Gottes Allmacht und Größe und stellt das Recht des Menschen, göttliches Wirken zu beurteilen, grundsätzlich in Abrede. Darüber hinaus meint er, dass Gott aufgrund seiner Allmacht auch gütig sein müsse. Dabei lenkt er den Blick weg von der Frage nach dem Grund für das Leid hin zu dem Zweck des Leids.
Gottesreden[11]. Letztendlich wendet sich Gott selbst aus einem Gewitter heraus an Ijob. In zwei Reden betont Gott seine Macht und die Herrlichkeit seiner eigenen Schöpfungswerke, zum Beispiel den Wasserkreislauf. Lang redet er über die Großartigkeit der von ihm erschaffenen Tiere und Naturgewalten, über den Leviathan und den Behemoth, woraufhin Ijob in zwei kurzen Antworten[12] seine Klagen einstellt. Wichtig dabei ist, dass Gott nicht etwa Ijobs Unschuld in Frage stellt, also den Freunden nicht recht gibt, sondern die unbegreifliche Größe seines göttlichen Handelns darstellt.
..................................................................................................................

Interessant finde ich

- Hiob ist unschuldig vor Gott, Gott gibt es sogar zu, er ist stolz auf Hiob und trotzdem erlaubt er Satan, Hiob zuzusetzen

- Satan spricht mit Gott, braucht seine Erlaubnis und hält sich auch genau an Gottes Vorgaben, überschreitet, die von Gott gesetzten Grenzen nicht

Nun... wenn wir davon ausgehen, dass letztendlich alles eines ist, ein Alleins in Gott, was für mich die eigentlich Bedeutung von von "durch ihn, mit ihm und ihn ihm" ausmacht, dann ergibt sich folgerichtig, dass Satan ein Wesensteil Gottes ist, sie sind EINS
die Grenze zwischen Gut und Böse verläuft mitten durch unser eigenes Sein durch unser selbst, da wir nach seinem Ebenbilde geschaffen sind, sind auch wir Menschen gut und böse, es geht nicht darum, das Böse zu zerstören, das ist auch gar nicht möglich, sondern darum, es zu erkennen und dann damit richtig umzugehen

Das Gute wie das Böse verwirklicht sich durch Menschen in Malkuth, in dieser Welt, die Entscheidung ist: Was soll sich durch mich verwirklichen, was will ich, mein wahres Selbst, in diese Welt hineintragen

Himmel und Hölle sind nicht irgendwo oben oder irgendwo unten, sondern es sind Seinszustände im Inneren des Menschen

wie seht ihr das?

In der Stille ruht die Kraft

Matthias Mala Offline




Beiträge: 233

15.11.2010 17:31
#2 RE: HIOB antworten

Liebe Avicenna,

die Geschichte Hiobs, die Sie ansprechen, wird seit Jahrtausenden diskutiert und je nachdem von welchem Standpunkt sie betrachtet wird, fallen die Schlussfolgerungen verschieden aus. Mal ist Hiob der Verklärte, der in seinem Gottvertrauen alles erduldet und am Ende hierfür belohnt wird. Mal ist Gott der zynische Zocker, der mit dem Teufel wettet und ob seiner Hybris den Hiob ins Verderben stürzt, um am Ende, erschüttert von dessen Glaubenskraft, späte Wiedergutmachung gewährt. – Besser noch als die biblische Geschichte, weil menschlicher, fand ich die Erzählung Hiob von Joseph Roth.

Im Grunde geht es um das altbekannte Thema der Theodizee, also um das Nachdenken darüber, warum trotz eines allmächtigen Gottes das Böse in die Welt gerät. Es gibt hierzu verschiedene Lösungen, eine, die gnostische, deuten Sie an. Danach gab es einst zwei Welten, die des Lichts und die der Finsternis. Durch eine Störung in der Welt des Lichts wird ein Teil des Lichts von der Finsternis absorbiert. Dies ist die Entstehung der irdischen Welt. Der Schöpfer dieser Welt ist der Demiurg, der Gott der Finsternis. Von nun an geht es darum, die verlorenen Lichtanteile wieder zurück ins Licht zu führen und die Welten wieder zu trennen. Der Demiurg war der Gott, der mit Hiob spielte. Christus ist der Aion, der das Licht sammelt und wieder zurückführt, der Gott des Alten Testaments fällt zurück in die Finsternis.

Im weiteren kommen Sie zur Überlegung, dass das Böse dem Menschen immanent ist und er es als Teil seines Selbst annehmen muss, um es zu domestizieren.

Nun letzterer Gedanke nähert sich meinem Verständnis. Ich halte das Böse für eine Kraft, die im Ego des Menschen wurzelt. Wahre Selbsterkenntnis lässt einen diese Kraft erkennen und lösen, indem sich das Ego löst respektive auf seine Funktion als selbstbezogener Orientierungspunkt innerhalb der Welt beschränkt.

Wobei vor einer grundsätzlichen Debatte über das Böse, das Böse zunächst definiert werden sollte, damit man auch über das gleiche spricht. Was ist böse? Krankheit, Naturkatastrophen, Niedertracht, Krieg? Alles zusammen oder das eine und das andere nicht? – Letztlich aber sind solche Debatten eher Selbstfindungen, damit man für sich selbst den Schlüssel findet, das Böse erkennend zu lassen oder sich mit ihm zu arrangieren.

LG Matthias Mala

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Avicenna Offline



Beiträge: 13

15.11.2010 18:06
#3 RE: HIOB antworten

Nein, ich vertrete kein gnostisches oder manichäisches Weltbild. Vielleicht habe ich mich schlecht formuliert.

Gott und Satan sind letztendlich ein Wesen, besser gesagt S. ist ein Wesensteil Gottes. So meine bisherige Erkenntnis.
Die irdische Welt ist Schöpfung des Sator, also Gottes Schöpfung und nicht aus der Abspaltung der Finsternis entstanden.
Ich bin der, der sich durch die vier Elemente offenbart, das JHVH, das Tetragrammaton, der unausprechliche Name Gottes. Das bedeutet doch, Gott IST die Schöpfung, genauso wie er sie auch nicht ist, in ain soph aur.
Wer die Schöpfung gering achtet, achtet Gott nicht. ER wird für uns Menschen erst durch die Schöpfung erfahrbar, durch das Wirken der vier Elemente, im permanenten Schöpfungsakt, der sich in Liebe über den Lebensbaum ergießt.

Gut und Böse sind der Schöpfung immanent, wie sie Gott immanent sind und auch dem Menschen.
Gerade deshalb finde ich ja die Geschichte um Hiob so interessant, weil widersprüchlich.

Zur Definition des Bösen: hm... da sind wir nicht die Ersten, die derlei versuchen
Gut und Böse ist zunächst mal kulturabhängig, hängt vom allgemeinen Konsens einer Bevölkerung ab

Für mich selbst habe ich derzeit diese Definition gewählt: Alles was diese Welt schöner macht, freudvoller, liebevoller, barmherziger, etc... ist das Gute
was Leid bringt und Schmerz, Hass, Neid, Wut ist das negative
obwohl gar so einfach kann ich es mir auch nicht machen, denn manchmal bringt Leid und Schmerz wichtige Erkenntnis, ja ermöglicht erst ein Weiterkommen
wenn ich wütend bin, wäre das nach meiner Definition böse, was ist aber, wenn ich die Energie, die in der Wut steckt abspalte und damit etwas Schönes unterstütze.....

Energie ist neutral, die Hand, die das Messer führt, bestimmt den zweck, die Intention und die Tat

In der Stille ruht die Kraft

Simpl Offline



Beiträge: 69

15.11.2010 18:59
#4 RE: HIOB antworten

hallo ali, alter saufkumpel.

also deine sicht ist aber ganz schön egolastig, weil doch alles sehr subjektiv, oder?
deine wut ist meine freude oder umgekehrt. nee,nee so wird das nix.
das vollkommene ist göttlich und das unvollkommende ist teuflisch. dazwischen liegt das menschliche in dem sich beides mehr oder weniger vereint.
selbsterkenntnis ist ein weg zur vervollkommnung somit ein nähern zum göttlichen. egomanische selbstsucht ist die teuflische entsprechung und ist auch die kraft, die stets das böse will jedoch das gute schafft. das heißt aber nicht, wie viele das gerne sehen wollen, du im ansatz ja auch, dass das böse auch gut sei.

euer simpl einfach genial

Avicenna Offline



Beiträge: 13

15.11.2010 19:10
#5 RE: HIOB antworten

Seltsam, wie man hier angesprochen wird

mir war nicht bewusst egomanisch zu sein, kannst du das argumentativ begründen?

Vor allem würde mich deine Unterscheidung zwischen Ego und wahrem Ich-Selbst interessieren

Gott ist immer vollkommen, das Böse gehört zur Vollkommenheit dazu, begegne deinen inneren Dämonen und du wirst es wissen

In der Stille ruht die Kraft

Simpl Offline



Beiträge: 69

15.11.2010 20:03
#6 RE: HIOB antworten

ali ist doch dein wirklicher name, oder?
Das der geniale ali ibn sina ein hochgradiger alkoholiker war ist doch auch wahr,oder?

den rest lies mal nochmal in aller ruhe, da steht nichts von dem was du unterstellst.

lg

Simpl Offline



Beiträge: 69

15.11.2010 20:11
#7 RE: HIOB antworten

ach ja ali, wenn du dich mit deiner figur hier hinter ein männliches universalgenie versteckst, werde ich dich auch als dieses anreden.Avicenna war nun mal ein mann.

lg

Avicenna Offline



Beiträge: 13

15.11.2010 20:35
#8 RE: HIOB antworten

Avicenna war ein Mann , das ist richtig, und ich bin eine Frau

Avicenna war Moslem und daher sicher kein Saukopf, genauso wenig wie ich.

http://de.wikipedia.org/wiki/Avicenna



Hast du noch irgend etwas Konstruktives zum Thema beizutragen?

In der Stille ruht die Kraft

Simpl Offline



Beiträge: 69

15.11.2010 20:46
#9 RE: HIOB antworten

von saukopf war auch nicht die rede.
das er mehr wein als wasser trank ist historisch belegt.

Hans J Offline



Beiträge: 126

15.11.2010 21:35
#10 RE: HIOB antworten

Mann, Simpl, keine Erbsenzählerei, Saukopp heißt SauFkopp, war doch offensichtlich ein Tipfehler. Viel interessanter wäre, wenn Du den saufenden Avicenna belegen könntest ,,,
Salü Hans

Avicenna Offline



Beiträge: 13

15.11.2010 21:49
#11 RE: HIOB antworten

Eigentlich ging es in diesem Thread um Hiob

mein Nick kann, wenn es denn unbedingt sein muss, in meinem Vorstellungsthread diskutiert werden

In der Stille ruht die Kraft

Hans J Offline



Beiträge: 126

15.11.2010 21:55
#12 RE: HIOB antworten

Nein, nein, das mit dem Hiob ist kein Thema für mich. Auch mit dem Bösen, das Gott immanent sei. Das alles läuft mir auf die Frage hinaus, kann Gott einen Stein schaffen der so schwer ist, dass er ihn nicht mehr heben kann.
Was solls, solche Fragen sind für die Katz, ebenso wie es für die Katz ist, ob weiße und schwarze Magie dieselbe Magie sei. Wer der Meinung ist sie sind es, hat seinen Kreis geschlossen, wer der anderen Meinung ist, hat seinen Kreis offen.
Salü Hans

Simpl Offline



Beiträge: 69

15.11.2010 22:18
#13 RE: HIOB antworten

salü hansi.

http://www.amazon.de/product-reviews/342...howViewpoints=1

das ich dir als buchhändler den link schicken muß, erstaunt
mich doch. ob das daran liegt, dass ali genau wie du dem roten rebensaft verfallen war?

Matthias Mala Offline




Beiträge: 233

15.11.2010 23:12
#14 RE: HIOB antworten

Zitat
Gut und Böse sind der Schöpfung immanent, wie sie Gott immanent sind und auch dem Menschen.



Damit bleibt die Kulturabhängigkeit des Guten wie des Bösen bedeutungslos. So wie sich auch eine Auseinandersetzung mit der Frage von Gut und Böse erübrigt, weil Gott danach so gut wie böse ist. Die Erscheinungsformen der Welt sind somit allesamt göttlich, egal wie verkommen oder wie edel sie scheinen. Das Unvollkommene als das Simpl das Böse definierte ist somit ebenso vollkommen wie die Vollkommenheit. Da bleibt kein Raum mehr, der in irgendeiner Weise rein ist, weil er in sich ebenso verschmutzt ist. – Das ist eine zutiefst gnostische Sichtweise!

Zitat
Energie ist neutral, die Hand, die das Messer führt, bestimmt den Zweck, die Intention und die Tat.



Was wollen Sie damit sagen? Energie ist ein Potential der Masse. Energie ist Energie und nicht neutral. Eine Hand, die ein Messer führt gehört einem Menschen. Die Absicht des Menschen macht das Messer zum Werkzeug oder zum Mordinstrument. Dabei bleibt das Messer im Grunde völlig bedeutungslos. Die Absicht des Menschen ist hierbei das einzig bedeutende. Er kann mit seiner Hand heilen oder töten. Nur, was hat das mit Energie zu tun? Oder mit Hiob? Für Hiob war die Konstellation Gott vs. Satan völlig egal. Er hat gelitten, aber seinen Glauben nicht verloren. Was will uns diese Geschichte sagen?

Hiob ist der Sohn, der nicht gegen seinen Vater aufbegehrt. Hiob beschämt seinen Vater mit seiner Duldsamkeit. Am Ende erhält er einen Segen, der ihm nichts nützt, denn er ist traumatisiert worden. Dieses Trauma aber hat ihn verändert. Der Segen aber höhnt seinem Trauma. – Eine weitere Sichtweise.

Nur, liebe Avicenna, was wollten Sie uns sagen? Das Gott und Satan eins sind? Okay, stimmen wir Ihnen zu. Was haben wir damit gewonnen? Erkennen wir den Dämon in uns, können wir dämonisch sein, weil wir dann göttlich sind? Gut, kein Problem, danach handeln die Menschen tagtäglich rund um den Globus. Murksen sich ab, betrügen sich, belügen sich, gehen miteinander ins Bett, streicheln sich, trösten sich, heilen sich. Ist es das, was Sie uns sagen wollten? Das ist nicht viel. Davon wissen wir, das kennen wir.

Stimmen wir Ihnen nicht zu, was gewinnen wir dann? Eine Diskussion über die Eigenschaften der Antipoden Satan und Gott? Diese Diskussion haben die Gnostiker und Neuplatoniker schon geführt. Welchen Erkenntnisgewinn bringt uns ein solches Gespräch? Wer hat denn diesen Gott und diesen Satan geschaffen? Wir, Sie und ich und die gesamte Menschheit, weil wir nicht darauf schauen können was wirklich ist, weil die Beschäftigung mit solchen Phänomenen viel mehr Abwechslung durch Meinen und Deuten bringt, als die Beschäftigung mit der Wirklichkeit in uns. Und diese Wirklichkeit ist egomanisch. Und Egomanie ist Spaltung. Spaltung zwischen dem Ich und dem Du. Und Spaltung ist Konflikt. - Also sollten wir uns mit unseren eigenem Konflikt beschäftigen, als ihn zu externalisieren und den lieben Gott damit zu belasten.

Gute Nacht
M. M.

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Avicenna Offline



Beiträge: 13

16.11.2010 08:22
#15 RE: HIOB antworten

Ich will hier niemandem "etwas sagen", wie käme ich dazu
Die Geschichte um Hiob finde ich einfach interessant, weil sie so widersprüchlich ist. Für MICH schließt sich an diese Geschichte auch die Frage nach gut und böse an, sowie die Frage nach Karma (Ursache und Wirkung), gar nicht zu reden vom "Schuld und Sühne" Prinzip der Christen. Die Bibel ist ja ein christliches Buch. Wie passt da denn die Hiob Geschichte hinein?
Welche Ursache setzte Hiob?
Welche Schuld hat er auf sich geladen?
Sogar Gott gibt in der Geschichte zu, dass Hiob unschuldig ist. Und Trotzdem erlaubt er Satan, ihm zuzusetzen. Dies ist genau der Punkt, mit ich Schwierigkeiten habe in der Geschichte und den ich so widersprüchlich und daher so interessant finde.




Zitat
Gepostet von Matthias Mala
Gut und Böse sind der Schöpfung immanent, wie sie Gott immanent sind und auch dem Menschen.

Damit bleibt die Kulturabhängigkeit des Guten wie des Bösen bedeutungslos. So wie sich auch eine Auseinandersetzung mit der Frage von Gut und Böse erübrigt, weil Gott danach so gut wie böse ist. Die Erscheinungsformen der Welt sind somit allesamt göttlich, egal wie verkommen oder wie edel sie scheinen. [b]Das Unvollkommene als das Simpl das Böse definierte ist somit ebenso vollkommen wie die Vollkommenheit. Da bleibt kein Raum mehr, der in irgendeiner Weise rein ist, weil er in sich ebenso verschmutzt ist.
– Das ist eine zutiefst gnostische Sichtweise!



Ich habe eine Gnostische Bibel zu Hause. Hier wird der Fürst der Finsternis als ein von Gott völlig verschiedenes Wesen beschrieben. Dieser Fürst sah das Licht der hellen Welt und wurde neidisch und wollte daran teilhaben, schickte daher seine Dämonen aus um über die Menschen zu diesem göttlichen Licht zu kommen. So steht es in meiner gnostischen Bibel.
Ich kann daher nicht nachvollziehen, wie meine Meinung, dass sie eines sind im Sinne von Alleins, gnostisch ist. Aber ich lasse mich gerne belehren. Denn genau mit dem, was Sie hier geschrieben haben, habe ich Probleme.

Zitat
Gepostet von Matthias Mala
Was wollen Sie damit sagen? Energie ist ein Potential der Masse. Energie ist Energie und nicht neutral. Eine Hand, die ein Messer führt gehört einem Menschen. Die Absicht des Menschen macht das Messer zum Werkzeug oder zum Mordinstrument. Dabei bleibt das Messer im Grunde völlig bedeutungslos. Die Absicht des Menschen ist hierbei das einzig bedeutende. Er kann mit seiner Hand heilen oder töten. Nur, was hat das mit Energie zu tun? Oder mit Hiob? Für Hiob war die Konstellation Gott vs. Satan völlig egal. Er hat gelitten, aber seinen Glauben nicht verloren. Was will uns diese Geschichte sagen?

Hiob ist der Sohn, der nicht gegen seinen Vater aufbegehrt. Hiob beschämt seinen Vater mit seiner Duldsamkeit. Am Ende erhält er einen Segen, der ihm nichts nützt, denn er ist traumatisiert worden. Dieses Trauma aber hat ihn verändert. Der Segen aber höhnt seinem Trauma. – Eine weitere Sichtweise.

Nur, liebe Avicenna, was wollten Sie uns sagen? Das Gott und Satan eins sind? Okay, stimmen wir Ihnen zu. Was haben wir damit gewonnen? Erkennen wir den Dämon in uns, können wir dämonisch sein, weil wir dann göttlich sind? Gut, kein Problem, danach handeln die Menschen tagtäglich rund um den Globus. Murksen sich ab, betrügen sich, belügen sich, gehen miteinander ins Bett, streicheln sich, trösten sich, heilen sich. Ist es das, was Sie uns sagen wollten? Das ist nicht viel. Davon wissen wir, das kennen wir.



ja und? Ich will niemandem etwas sagen, das kennen sie, ist doch schön, sind wir in einem Punkt einer Meinung. Ob es viel ist oder nicht, das beinhaltet bereits eine Wertung, ein Werturteil. Mich beschäftigen eben diese Fragen und wäre ich mit meinen Gedanken hierzu zufrieden, dann würde ich es kaum posten und andere Meinungen und andere Sichtweisen dazu einholen wollen.

Zitat
Gepostet von Matthias Mala
Stimmen wir Ihnen nicht zu, was gewinnen wir dann? Eine Diskussion über die Eigenschaften der Antipoden Satan und Gott? Diese Diskussion haben die Gnostiker und Neuplatoniker schon geführt. Welchen Erkenntnisgewinn bringt uns ein solches Gespräch? Wer hat denn diesen Gott und diesen Satan geschaffen? Wir, Sie und ich und die gesamte Menschheit, weil wir nicht darauf schauen können was wirklich ist, weil die Beschäftigung mit solchen Phänomenen viel mehr Abwechslung durch Meinen und Deuten bringt, als die Beschäftigung mit der Wirklichkeit in uns.



Ja so sehe ich es auch

Zitat
Gepostet von Matthias Mala
Und diese Wirklichkeit ist egomanisch. Und Egomanie ist Spaltung. Spaltung zwischen dem Ich und dem Du. Und Spaltung ist Konflikt. - Also sollten wir uns mit unseren eigenem Konflikt beschäftigen, als ihn zu externalisieren und den lieben Gott damit zu belasten.



Warum ist meine innere Wirklichkeit egomanisch?
Wie trennen Sie das Ego vom wahren Selbst?


Ich finde es schade, dass ich hier so seltsam aufgenommen werde. Mein Nick wird als alter Saufkopf beschrieben, bzw. werde ich sogar direkt als alter Saufkopf angesprochen !!!, ich verstecke mich hinter gar nichts, warum darf eine Frau diesen Nick nicht wählen? Seltsame Begrüßungssitten für ein Forum der weißen Magie.

Zur Energie und zur Masse sag ich lieber gar nichts mehr.

Guten Tag,
Avicenna

[ Editiert von Avicenna am 16.11.10 8:37 ]

[ Editiert von Administrator Hans J am 16.11.10 12:57 ]

In der Stille ruht die Kraft

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