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Weiße Magie als Weg zur Selbsterkenntnis ist das Thema dieses Forums.

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Listinus Toplisten
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Dieses Thema hat 8 Antworten
und wurde 545 mal aufgerufen
 Die magische Psyche
formidolosus Offline



Beiträge: 74

24.09.2009 19:07
RE: Kommunikative Regression? antworten

Hallo,
Unser magisches wirken drückt sich in Form des handelns auf Grundlage der Impulse die wir setzen aus.
Dabei arbeiten wir stehts mit dem Bild, den wir uns von dem zu verzaubernden machen und nicht mit dem Umfeld selbst.
Es geht also um das Bild, das wir uns von der Sache machen und nicht um die Sache selbst.
Matthias Mala spricht in seinem aktuellen Rundbrief von einer kommunikativen Regression.
Glaubt ihr auch, daß unser Handeln zu einer kommunikativen Regression führt.
Was versteht ihr genau unter einer kommunikativen Regression?
Welche Wege führen uns aus der Situation hinaus?

Simpl Offline



Beiträge: 69

24.09.2009 19:43
#2 RE: Kommunikative Regression? antworten

Was versteht ihr genau unter einer kommunikativen Regression?

je mehr wir versuchen uns mitzuteilen, je weiter entfernen wir uns vom ziel




[i]Welche Wege führen uns aus der Situation hinaus?


der stille zu lauschen

@ formi, geht doch, das ist doch mal ein thema nicht so eine bullshit

euer simpl einfach genial

Sandra Philipeit Offline




Beiträge: 85

24.09.2009 21:07
#3 RE: Kommunikative Regression? antworten

Hallo Formidolosus, klingt zwar vielleicht etwas zu einfach, aber besser kann ich es nicht formulieren: Ehrlichkeit zu sich selbst!

LG Sandra

formidolosus Offline



Beiträge: 74

27.09.2009 23:41
#4 RE: Kommunikative Regression? antworten

Kommunikative Regression könnte auch das beziehen auf das Bild sein, daß man vom anderen hat und nicht auf den anderen.

Matthias Mala Offline




Beiträge: 233

29.09.2009 01:41
#5 RE: Kommunikative Regression? antworten

In der Neuen Züricher Zeitung vom 28. 9. antwortet die Autorin Dubravka Ugrešić auf die Frage eines Interviewers: Wird Literatur als Versuchsfeld des Menschlichen in all seinen Höhen und Tiefen dann noch zur Sinnfindung beitragen?
„Nach dem Hinschied Gottes, wie Nietzsche ihn verkündete, hat das religiöse Denken alle Sphären unseres Lebens und insbesondere die zeitgenössische Massenkultur durchdrungen. Berühmtheiten unserer Zeit wurden in den Himmel gehoben und leben mit Gott, ob er nun tot ist oder nicht. Heute sind Prominente unsere Heiligen. Konfessionelle Produkte, Memoiren oder Autobiografien sind nicht zufällig die derzeit beliebteste Art von Literatur. Will ein Autor erfolgreich sein, muss er Demütigung, Armut und Sünde erlebt haben. Er hat unter einer Krankheit gelitten, war drogen- oder alkoholsüchtig oder kann über ein Nahtod-Erlebnis Auskunft geben. Die Prüfung ist bestanden, und die Harmonie hält Einzug in sein Leben. Paulo Coelho wurde dank seiner religiös aufgeladenen «Tuttifrutti-Prosa» zu einem weltweiten Guru. Die Schuld-Sühne-Formel zieht immer, und manche Schriftsteller unterwerfen sich diesem Muster – bewusst oder unbewusst. Dies ist die alte religiöse Geschichte von Suche, Schmerz und Reinigung. Die Bewunderung der Öffentlichkeit ist der letzte Schritt in diesem Freispruch. Jeder Mensch lechzt nach der Wahrheit und möchte diese anderen erzählen. Unsere Kultur ist ein seltsamer Mix aus religiösen, narzisstischen und exhibitionistischen Elementen. Das führt dazu, dass wir in einer Umgebung leben, wo alle sprechen, aber niemand zuhört, wo alle schreiben, aber niemand liest. Jeder möchte gesehen werden, weswegen immer weniger da sind, die schauen.“
Diese Aussage streift in seltsam verwandter Weise meine Aussagen im Rundbrief Theurgia vom August „Vom Schweigen und Schwätzen“. In jedem Fall beschreibt sie einen kommunikativen Regress, nämlich das Zurückgehen vom Geschwätz auf den Schwätzer. Nicht mehr das Geschwätz ist wichtig, sondern der Schwätzer. Was er schwätzt spielt keine Rolle mehr. Seine Performance allein ist Aussage genug, zumindest für ihn. Nun will die EU-Verbraucherschutzkommissarin Meglena Kuneva die Lautstärke von MP3-Playern per Erlass drosseln, damit sich seelenkranke Menschen (sie meint in diesem Zusammenhang irrtümlich, das seien vor allem jugendliche Verbraucher) nicht länger mit den smarten Geräten die Hörfähigkeit aus dem Schädel blasen. Für was aber noch die Ohren schonen, wo man sie nicht mehr zum zuhören gebrauchen kann und will?
Ich glaube aber nicht an den Untergang der Menschheit oder der Kunst oder sonst was. Es wird immer wieder Zeiten der Barbarei geben, aber diese Zeiten gibt es zu jeder Zeit, heute zu dieser Stunde wie morgen und zu jedem Tag. Um die Zeitenwende im Alten Rom wartete man Jahr für Jahr auf den Weltuntergang. Davor im alten Ägypten war es nicht anders. Zuletzt war das große Weltuntergangsszenario hierzulande in den 1980er Jahren angesagt - sieht man von dem kleinen Weltuntergang der aktuellen Wirtschaftskrise oder der Y2K-Bug-Histery um die Jahrtausendwende ab. Damals in den 80er konnte man sich für 20.000 DM bei Karstadt einen Atombunker für den Reihenhausgarten kaufen. Seit 1994 gibt es das Internet. Seit ungefähr 10 Jahren wird dazu an geraden Tagen der Untergang und an ungeraden Tage die Erneuerung der Kultur durch das Netz prophezeit. Auch dieses Geschwätz ist eine regressive Kommunikation. Es ist wie das Murmeln alter Männer auf einer Bank in der Herbstsonne, denen es nicht darum geht was sie Schwätzen, sondern nur dass sie schwätzen.
In diesem Sinne lasst uns in diesem Forum weiterschwätzen. Unschuldige, Narren und Weise mögen zwischen den Zeilen lesen und dabei vielleicht auf eine vergessene Kunst stoßen, die da heißt Zuhören. Jedenfalls muss wer zuhört nicht schwätzen!
Gruß zur Nacht
M. M.

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Simpl Offline



Beiträge: 69

29.09.2009 18:59
#6 RE: Kommunikative Regression? antworten

nun ja matthias,

mir scheint du bist nicht allein, der in diese richtung denkt.
nür eins stimmt nicht!!!!
wenn du bei den älteren männern genau hin hörst wirst du feststellen, dass das von allem geschwätz nöch am wenigsten geschwätz ist. Die klugen unter ihnen haben zu lachen wie nie zuvor.

ach, es tut auch einem narren gut mal zur abwechslung was mit geist zu lesen. das nährt die hoffnung, dass der weltuntergang endlich mal kommt, sowas hatten wir noch nich.
na ja, bis 2012 is ja nicht mehr lange. aber wie ich die brüder kenne gibt das auch wieder nix.
außerdem gibt es schlimmeres als den weltuntergan,
alte weiber in kittelschürze und nylons, dagegen ist so ein weltuntergang pipifax.

so, ich zieh mit dem hans jetzt mal um die häuser und wir werden ein kleines unbedeutendes schwätzchen halten, z.B. ob preußen auch menschen sind oder nicht.

euer simpl einfach genial

Frau Susi Offline




Beiträge: 73

29.09.2009 19:09
#7 RE: Kommunikative Regression? antworten

Unbedeutend is dit Schwätzchen, wohl wahr liebet Simpelchen....
Bedeutend wäre nämlich...ob de Preussen Übamenschen sind oda einfach ooch nur normale Menschen...

Gruß Susi

:D

Eyeyanina Offline




Beiträge: 75

29.09.2009 19:31
#8 RE: Kommunikative Regression? antworten

Nun stellt sich die Frage: Wer ist jetzt der Gewichtigste?

formidolosus Offline



Beiträge: 74

29.09.2009 19:51
#9 RE: Kommunikative Regression? antworten

Ich finde, es sollte den Leuten freigestellt sein, ob sie MP3player mit hoher Lautstärke benutzen oder nicht.
Wir sind ein freies Land und wenn sich die Leute die Ohren kapputt machen, dann fördert dies Forschung und Entwicklung.
Dies wiederum kurbelt die Wirtschaft an.

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