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Weiße Magie als Weg zur Selbsterkenntnis ist das Thema dieses Forums.

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Listinus Toplisten
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Dieses Thema hat 17 Antworten
und wurde 499 mal aufgerufen
 Das Vorgängerforum "Die Macht der weißen Magie"
Seiten 1 | 2
Der Hexagon ( gelöscht )
Beiträge:

19.11.2001 09:19
RE: Schwarz/Weiß???? Thread geschlossen



Hallo liebes Forum.

Eigentlich bin ich hier durch reinen Zufall gelandet. Habe ein wenig gelesen und muß jetzt einfach einmal eine ganz dumme Frage stellen ( Doch vorab eine kurze Vorstellung meiner Person ).Ich selber habe eine fast zwanzig Jahre dauernde Ausbildung in einem Zirkel zum keltischen Priester hinter mir. Einen großen Teil der Ausbildung wurde ich in diversen magischen Praktiken unterwiesen. Heute bin ich Mitglied in einigen magischen Vereinigungen ( aus unterschiedlichen Kultur und Religionskreisen ) und unterweise selber Schüler. Bin kein brauner Esoteriker und unterstütze die Initiative „Heiden gegen Nazis“. Arbeite weder schwarz; noch Weißmagisch, sondern einfach magisch. Doch immer wieder taucht da in der doch christlich dogmatisiereten Gesellschaft die Unterscheidung zwischen schwarzer und weißer Magie auf, wie auch hier in diesem Forum. Doch was soll das eigentlich? Kann mir das mal einer erklären? Auf meiner Home – Page ( www.Der-Hexagon.de ) habe ich zu diesem Thema folgendes geschrieben:

>>>Diese Unterscheide wurde rein zur Legitimation der kirchlichen Handlungen benötigt. Schon in der frühen Geschichte des Christentum wurden von den Priestern rituelle und kultische Handlungen vollzogen. Diese wurden bis ins Mittelalter hin gepflegt und in manche Richtungen kontinuierlich ausgebaut. Es gipfelte im Exorzismus, der immer dann angewandt wurde, wenn es darum ging, Menschen mit Visionen und Bilder, die nicht der allgemeinen Auffassung der Kirche entsprachen, so lange zu „behandeln“, bis der angebliche Dämon wieder draußen war und der oder die Befreite den heiligen Seelenfrieden gefunden hatten. Alle Rituellen oder magischen Handlungen wurden dann als SCHWARZ = Teufel, Dunkel, Hölle usw. abgetan. Alles was die Kirche dann an Handlungen vor nahm, wurde als WEISSE = Hell, Engel, göttliches Gewand usw. Magie dem Volk verkauft und rechtfertigte sich dann damit, dass es ja die GUTE Magie sei. Mit diesem Gedanken sollten wir jedoch schließen, bevor wir uns ernsthaft mit dem Thema Magie auseinander setzen. Magie ist Magie, weder böse noch gut. Böse oder gut kann nur der jenige sein, der Magie anwendet. Das Messer ist auch nicht gut oder böse. In der Hand des Chirurgen heilt es, in der Hand des Mörders tötet es. Magie ist ein neutrales Werkzeug in der Hand des Kundigen. Er alleine bestimmt, wie Er das Werkzeug verwendet.

In einer Talk – Show sah ich einmal eine weißmagische Hexe (jedenfalls bezeichnete Sie sich so), welcher den Unterschied so erklärte: Sie übe Magie NIE für sich selber aus und möchte selber auch NIE einen Nutzen daraus ziehen. Das sei die Ethik der weißen Magie. Die schwarze Magie hingegen würde man einsetzen, um sich Vorteile zu verschaffen. Ist das nicht paradox? Der gelernte Schreiner wird sicher den benötigten Schuhschrank für den Flur selber bauen, denn Er kann es. Warum sollte ich Können und Fähigkeiten, welche ich mir angeeignet habe nicht nutzen, wie es jeder normale Mensch auch macht? Lustig fand ich dann jedoch die Antwort auf die Frage, ob Sie es denn dann für andere einfach nur so aus Menschenliebe macht. Ihre Antwort lautete, Sie nehme pro Ritual oder Zauber zwischen 150,- und 250,- Mark. Ob Sie da wohl einen Vorteil daraus hat?

Trennen wir uns also von dem christlichen Gedanken von Himmel und Hölle und schwarz und weiß. Nehmen wir die Magie als das was sie ist, einfach MAGIE!

Don Charon ( gelöscht )
Beiträge:

19.11.2001 09:40
#2 RE: Schwarz/Weiß???? Thread geschlossen

Hallo Hexagon,
exakt - Du hast es gut beschrieben. Nicht das Werkzeug st mit moralischen Maßstäben meßbar, sondern der, der es benutzt.
Wobei "Moral" ebenfalls keine fixe, unveränderliche Größe ist.
Zu Deinem Beispiel mit dem rechten Aggressor: Ihn magisch zu stoppen hiesse aus Sicht des Schamanen den Weg des Kriegers zu gehen. Du pirschst ihn an und schaltest ihn als Gefahr aus. Im Schamanismus kennt man aber auch noch einen anderen Weg - den Weg der Transformation. Hier wird seine aggressive Energie verwandelt, in konstruktive Kanäle gelenkt.
Schwarz und Weiß gibt es in dem Zusammenhang nicht - es sind nur unterschiedliche Lösungsmöglichkeiten: Eine kämpferische und eine friedliche.
Gruß Don

Alea ( gelöscht )
Beiträge:

19.11.2001 09:54
#3 RE: Schwarz/Weiß???? Thread geschlossen

Also erst mal bin ich ganz Deiner Meinung dass man selber entscheiden muss was man tut und dass es keine "schwarze" Magie ist wenn man sie für sich selber einsetzt. Ich frage mich allerdings, ob es richtig ist dieses Können auszunutzen. Man sollte sich nicht über Menschen stellen die die Kunst nicht beherrschen.
Für mich ist "schwarze" Magie wenn man anderen dadurch absichtlich schadet oder sie dadurch in eine Richtung beeinflusse die sie eigentlich nicht wollen. Das sehe ich aber nicht nur in der Magie so. Irgendjemandem körperlich oder seelisch weh zu tun ist der falsche Weg. Dadurch wird man selber auch nicht glücklicher. Ganz im Gegenteil. Dadurch wird man nur unzufrieden. (Also mir würde es zumindest so gehen.)
Sich für andere einzusetzen ist wichtig, aber auch da sollte man seine Grenzen haben. Man sollte sich selber nicht für jemand anderen kaputt machen. Sonst verliert man auch den Bezug zu sich selbst.

So! Jetzt gehe ich ins Bett! Schlaft alle gut!

Viele liebe Grüße!

Eure Alea!

Der Hexagon ( gelöscht )
Beiträge:

23.11.2001 09:34
#4 RE: Schwarz/Weiß???? Thread geschlossen

Liebe Alea,

Deine Gedanken zu diesem Thema gefallen mir. Zwar bin ich der Meinung, daß man manchmal auch jemandem weh tun muß um Ihm zu helfen, aber das ist wieder ein ganz anderes Thema. Folge Deinen Gedanken und Deiner Ethik, so bist Du auf dem richtigen Weg.

Gruß, die Göttin möge Dich begleiten

Der Hexagon

Über Kelten, Druiden, den

Zaubergeist ( gelöscht )
Beiträge:

19.11.2001 09:57
#5 RE: Schwarz/Weiß???? Thread geschlossen

... eine ausführlichere Antwort, lieber Hexagon, zum Dauerbrenner, hie weiße, da schwarze Magie, weil ernsthaft vorgetragen.
Blicken wir zurück auf Gnostik, wir könnten auch weiter zurückblicken, doch egal. Die Gnostik ist aber jene Geisteshaltung, die das esoterische Denken bis in unsere Tage hinein in der westlichen Welt weitgehendst dominiert. Eine Grundidee der Gnostik ist es, dass der Demiurg, der Gott des alten Testamentes, eine böse Welt aus der Sophia schuf, die ihm gleich sein wollte, in der er den Menschen, die Ausgeburt der Versündigung der Sophia, das Licht entzog, sie der materiellen Verdammnis anheim gab. Ziel der Gnostiker war es durch Zauber und Beschwörung die Dämonen sich untertan zu machen, um wieder dem Licht zuzustreben. Für die Gnostiker war die Welt ein Jammertal, ein Ort, dem man sich verweigern musste. Es war eine durch und durch welt- und menschenfeindliche Gemeinschaft. Etliche Zauberpraktiken der Gnostiker, etwa der Spermagnostiker, zielten indes darauf ab, durch die Hölle zu gehen, um in der absoluten Erkenntnis des Bösen, das Licht zu erkennen. Wir begegnen diesem Gedankengut in der satanischen Magie, eine eigene Form der schwarzen Magie. Einer ihrer für die Neuzeit wichtigsten Persönlichkeiten war der in magischen Kreisen nach wie vor fälschlicherweise hochgeschätzte Aleister Crowley, ein heroinsüchtiger Mädchenschänder und Psychopath.
Die Kirche verdammte aus religiös dogmatischen wie aus machtpolitischen Gründen gegen die Gnostiker. Die Kirche verdammte aber auch jegliche Form der Magie, auch die weiße Magie, wie beispielsweise das Bibelstechen wurde von ihr abgelehnt. Die Trennung zwischen weißer und schwarzer Magie ist also keine Erfindung der Kirche. Sie gibt es, seit es Religionen gibt. Auch bei den Kelten wurden falsche Druiden im Moor versenkt. Der Gedanke von heller und dunkler Welt ist kein Gedanke, den die christliche Kirche schöpfte, er kam von den Neuplatoniker auf die Gnostiker und hat seinen Ursprung wahrscheinlich im persischen Religionsstifter Zarathushtra, der dem Schöpfergott den bösen Geist Angra Mainyu entgegensetzte.
Die Frage, ob es schwarze oder weiße Magie gibt misst sich also in der Tat daran, ob es ein Gutes und ein Böses in der Welt gibt. Ich persönlich bin von der Existenz einer eigenständigen bösen Kraft überzeugt, auch wenn ich ihren Ursprung und ihr Sein nicht in einem Gegensatz zum Göttlichen sehe, sondern als einen Aspekt des menschlichen Gesamt- oder Hyperbewußtseins. Aus dieser Sicht heraus erklären sich mir auch Phänomene der Besessenheit und die Notwendigkeit des Exorzismus. Übrigens wurden und werden solche Austreibungsrituale in so gut wie allen Religionen angewandt und auch von den Druiden praktiziert. Schwarze Magie ist also vor allem eine Magie, die sich einer bösen Kraft zuwendet und in ihre Wirksamkeit einzubinden versucht.
Ihr gegenüber steht eine weiße Magie, die sich ausschließlich den transzendenten Kräften lauterer Göttlichkeit zuwendet. Von daher besteht schon mal ein diametraler Unterschied zwischen weißer und schwarzer Magie. Magie ist also durchaus nicht nur einfach Magie.
Letztlich ist also die Aussage, es käme allein auf Intension des Magus drauf an, ob weiße oder schwarze Magie angewandt wird, Larifari. Solche Magie ist nichts weiter als Küchentischmagie, nämlich kraft- und saftlos. Indes wird hier auch durch die unbedarfte Handlung möglicherweise auch die böse Kraft genährt und unbewußt ein Kontakt zu ihr hergestellt, wodurch es dann häufig zu einer Besetztheit oder Umsessenheit der ausübenden Person kommt.
Zu guter Letzt, ist selbst der Dümmste, der sich der Magie zuwendet, moralisch noch nicht so verkommen, dass er nicht unterscheiden könnte, ob er mit seinem Zauber einen anderen Menschen schaden will oder nicht. Und Schadenszauber ist nun mal schlicht und einfach eine Form der schwarzen Magie, wenn zwar noch nicht im metaphysischen Sinne, so doch unbestritten im volkstümlichen Sinne.
Alles Liebe
Zaubergeist

manfred ( gelöscht )
Beiträge:

25.11.2001 09:23
#6 RE: Schwarz/Weiß???? Thread geschlossen

hi zauberwesen!

es ist immer wieder lustig zu sehen, wie die leute magie in weiß
oder schwarz einzuteilen versuchen.
ich nehme an sie tun dies, um ihr gewissen zu beruhigen.

fakt ist, das jeglicher magischer akt, der bewußt ausgeführt wird,
schwarz ist!

der grund ist einfach.
jeglicher bewußter akt beruht auf basis des verstandes.
wie will ein mensch mit seinem begrenzten verstand die auswirkungen
seiner magie kontrollieren?
wie will er mit seinem verstand kräfte kontrollieren, die der verstand gar nicht
kennt, kräfte die nur seiner seele zugänglich sind?
und wenn er es noch so gut meint, bewußte weiße magie gibt es nicht.

weiße magie entsteht aus dem unterbewußtsein

und eine frage, wenn gestattet. woher hast du bloß deine ansichten über crowley?
hast du ihn studiert, oder bloß die darstellung der kirche übernommen?

tu was du willst soll sein das ganze gesetz
liebe ist das gesetz, liebe unter wille.

du hast kein recht als deinen willen zu tun.
tu dies und keiner soll nein sagen.
denn reiner wille, unbefleckt von zweck, befreit von gier,
ist in jeder hinsicht vollkommen.

LUX

manfred

Zaubergeist ( gelöscht )
Beiträge:

26.11.2001 09:41
#7 RE: Schwarz/Weiß???? Thread geschlossen

Hallo, lieber Manfred,
für lustig halte ich andere Sachen, als die Diskussion über weiße und schwarze Magie, auch beruhige ich nicht mein Gewissen indem ich mich zur weißen Magie bekenne. Fakt ist auch nicht, das jede bewußt ausgeführte Magie schwarz ist. So einfach ist das leider auch nicht. Du meinst vielleicht, das egoistische Magie ins schwarze wirkt, da sind wir weitgehendst d'accord. Beispiel du wirst von einer bösen Kraft angegriffen, oder du bist mit einem Fall von Besessenheit konfrontiert, dann setzt du nach der Anamnese bewußt eine magisches Ritual, das Ritual fußt auf einer Symbolik, die gleichfalls die bewußte Erhellung archetypischer Elemente und Kräfte ist. Zur Ausübung der Magie musst du also sehr bewusst sein, ob du dabei auch egoistisch bist, steht auf einem ganz anderen Tapet. Egoistisch handelst du auch, wenn du dich einer bösen Kraft, die dich angreift widersetzt, du willst von ihr nicht übermannt werden. Auch diese Magie ist nicht schwarz, solange du im Hellen bleibst.
Du meinst das Unterbewusstsein, wäre die lautere Quelle für eine lautere Magie. Nun, das Unterbewusstsein wird heutzutage gewaltig überschätzt, es ist eine ziemlich trübe Brühe, sozusagen die Müllhalde des Bewusstseins, und wenn man zuviele Leichen im Keller hat, fängt diese Halde gar an zu stinken. Jedenfalls ist das Unterbewusstsein nicht der Ort aus dem heraus eine lautere Magie wirkt. Ich zitiere mal, um mich nicht stets zu wiederholen aus dem Buch "Die Macht der weißen Magie" von Mala (S. 150 ff):
"Lautere weiße Magie aber geht über diesen Rahmen (gemeint ist der bipolare Rahmen üblicher Magie) hinaus, sie ist nicht nur das Umfassende, in dem sich die beiden Pole wechselseitig aufheben, sondern sie ist der Raum, in dem das Bipolare nur ein aufscheinender abgekapselter Aspekt bleibt. Es ist ein spiritueller Raum, der vereint und in sich ohne Gegensatz wirkt, er ist allein durch sich gut. Dieses ist ein Gutsein, das das Benevolente im Bipolaren übertrifft, ohne dass es zu ihm in einen Gegegnsatz gerät, es von gänzlich anderer weil eingeborener Güte; schließlich bleibt das Benevolente als moralisch-ethischer Bezug ein bedingender Widerpart zum Malevolenten, der somit in sich da auch aus dem Malevolenten heraus determitniert nicht lauter sein kann. Solcherart vermag weiße Magie niemals in einen Gegensatz zum Bösen zu geraten. Gleichwohl weiß sie um das Böse und kann seine Macht wirksam unter ihre Kontrolle bringen. Doch hierbei wird sie ihm nicht zum Gegensatz, vielmehr offenbart sie sich als ein im Guten drängende und somit verdrängende Macht, die das Böse auslöscht, indem sie es in seiner Bewegung hemmt und in der Kapsel der Gegensätzlichkeiten verschließt. Hier bleibt es Schein. Und wenn uns Menschen sein Scheinen erschreckt, so nur deswegen, weil wir nocht nicht über den begrenzenden Rahmen der Gegenpoligkeiten hinaus in den allumfassenden Raum getreten sind. Solange aber bleibt das In-sich-Gute für uns nur eine Ahnung des Guten, zu dem sich das Böse als wissendes Unvermögen zum Heilsein gesellt. Erst wenn wir es verstehen, unsere Seele zu einen, das heißt, die uns eingefleischte Widersprüchlichkeit zu überwinden, indem wir in uns nicht dazu drängen, die Bipolarität durch einseitige Gewichtung zu behaupten, sondern Licht und Schatten in una als Abglanz einer größeren Wirklichkeit erkennen, dann finden wir jene ungezwungene, heitere und leichte Harmonie, durch die wir die Abkapselung aufbrechen und uns in dem eben zuvor noch transzendenten Raum lösen. Bis dahin aber bleibt das Böse ein zu überwindender Abgrund im Menschen, und im besagten Sinne folglich auch so lange ein unüberwindlicher und den Menschen konditionierender Konflikt ..."
Whow, hoffentlich bekomme ich von Mala wegen überlangem Zitat keine vor den Bug geknallt, aber nachdem ich das Stück hier abgeschrieben habe, bleibt mir persönlich zu deiner Bemerkung über Crowley nur zu sagen: er war nie eine Größe mit der sich die Kirche befasste und Darstellungen verfasste; dass er ein drogensüchtiger Psyochopath und Sexomane war, wurde bereits von seinen Freunden und Begleitern festgehalten, also keine Neuigkeit; und mit dem pupertären Satz: "Tue, was du willst.", den bereits die Gnostiker als Graffito im alten Rom in die Wände geritzt haben, mag ich mich nun wirklich nicht mehr auseinandersetzen.
Gleichwohl, alles Liebe
Zaubergeist

manfred ( gelöscht )
Beiträge:

26.11.2001 09:04
#8 RE: Schwarz/Weiß???? Thread geschlossen

hi zaubergeist

vorerst, entschuldige die länge, aber es wurde länger als ich wollte.
auch ist dies mein geschreibse meine überzeugung, die ich dir in keiner weise beweisen oder auf-
drücken will, auch wenn ich öfters das dir und das du verwendet habe.
ich respektiere deine meinung, und möchte sie dir nicht nehmen.
nur ein anderer blickwinkel...

wir haben hier einen grundlegenden auffassungsunterschied was gut
und böse betrifft.

gut und böse sind ein irrglaube des verstandes,
resultierend auf dem irrglauben der geistigen dulität.
dieser resultiert daraus, das die dualität zum vortbestand der materie nötig ist,
der verstand aber nicht begreift, das sie nur dorten ihren platz hat,
die seele aber keine dualitäten kennt.
er begreift dies nicht, da er die seele nicht begreift.

es gibt weder weiße noch schwarze magie, sie liegt im blickwinkel
des verstandes. die seele kennt nur magie, es ist ihre kraft,
die wir magie nennen.
der sinn der inkarnationen ist es,
unsere seele kennenzulernen,
uns selbst kennen zu lernen,
uns als kinder gottes zu erkennen.

wir haben alle macht die unser kleiner verstand gott zuschreibt in unserer seele und
noch viel mehr, was die kühnsten vorstellungen des verstandes übertreffen wird!!

unsere aufgabe ist es mit dieser macht umgehen zu lernen
und die verantwortung über uns selbst zu übernehmen.

nicht zu TEILEN in gut - böse, schwarz - weiß etc......
die ganze macht die in dir steckt, verantwortungsbewußt, weise
und in liebe zu nehmen, erwachsen zu werden, selbst kinder zu haben,
um so das universum zum all zu gestalten.


deshalb all das leid und elend in der welt,
denn wir müssen lernen, was wir mit unserer macht anrichten können.

gott kann ein universum erschaffen,
der mensch kann es zerstören!

man kann mit seinem verstand die auswirkung seiner magie nicht
überblicken, denn der verstand beschränkt sich auf die erfahrungen
deines bisherigen lebens, die seele aber beinhaltet die erfahrungen
seit anbeginn.
dein handeln hat direkten einfluß auf das
handeln deiner seele, und deine seele kennt nicht weiß od. schwarz,
sie kennt nur ALLES!!

sage nicht deiner seele was sie zu tun hat, sondern tue was deine
seele dir sagt --- das ist weiße magie, sonst nichts!!!

um das zu tun mußt du allerdings die sprache der seele kennen,
und um dies zu lernen, helfen oft die schwärzesten seiten, denn
dort sind die schätze verborgen, sie liegen HINTER DEN ÄNGSTEN!

crowley schrieb nicht:

tu was du willst
obwohl er danach gelebt hat, was ihn deiner kategoriesierung nach, eindeutig
schwarz macht.

er schrieb:

>tu was du willst soll sein das ganze gesetz
>liebe ist das gesetz, liebe unter wille.
>du hast kein recht als deinen willen zu tun.
>tu dies und keiner soll nein sagen.
>denn reiner wille, unbefleckt von zweck, befreit von gier,
>ist in jeder hinsicht vollkommen.

es geht um die menschliche liebe, die sich dem willen
der seele (gottes) unterwirft, in liebe und dem
vollen vertrauen, das der wille der seele liebe ist.

du tust etwas mit deinem verstand ab, aber frage mal deine seele!

verwechsle nicht den autor mit seinem werk!

übrigens, was crowley betrifft, so liegt das ebenfalls
im blickwinkel des betrachters.

als drogensüchtige sexomanen kann ich heute 70% oder mehr
der erwachsenen titulieren.(auch alkohol, nikoin, teein, coffeein,
etc. sind drogen, und bumsen tun fast alle gerne.)

auch hätte crowley sicher seine freude an den heutigen fernsehprogrammen,
div. magazinen, sexshops, und dem tabubruch auf jedem gebiet seine
freude gehabt.
heute würde er in dieser beziehung nicht auffallen,
was das ganze nicht besser, eher schlechter macht.

was du magie nennst, spielt sich also in zwei sphären ab,

in der sphäre des verstandes, dir zugänlich
und
in der sphäre der seele, der reinen energie, dir nur zum teil
zugänlich.

wieweit du bewußt zugang zu deiner seele hast, hängt von deinem
verstand ab.
je weiter er sich ausschalten läßt, um so größer wird der zugang
zu deiner seele.

das heißt aber auch keine ängste, und seien sie noch so verborgen.
nicht vor schwarz, nicht vor dem tod, nicht vor dem morgen, und
vor allem nicht vor dem gestern.

es sind die ängste die den verstand nicht zur ruhe kommen
lassen, das schwarze!
wie willst du deine angst besänftigen, wenn du nicht hingehst
und sie auf ihrem gebiet bekämpfst?
wie willst du sie loswerden, wenn du sie in deinem
verstand einfach abtrennst?
deshalb sind sie nicht weg, nur weil du sagst,
ich trenne in gut und böse, und böse interessiert mich nicht!

der menschliche verstand ist nicht dazu da uns zu leiten,
ja nicht einmal selbst etwas zu verstehen, sondern er ist
dazu da, die seele zu verstehen, und das verstandene
in der materie umzusetzen, dabei braucht er nicht
werten, denn er handelt im auftrag der seele, also stets in liebe.
die umsetzug sei frei nach seinem willen.

denn der verstand ist der könig des universums
die seele ist der könig der könige.

zwei verschiedene königreiche, und doch eines - DU

die seele spricht nur im JETZT.

dein verstand kann sie hören, wenn er STILL ist,und da
gibt es keine dualitäten mehr, denn der verstand hat sie gesehen,
als das was sie sind.

aber um das zu erreichen mußt du dich deinen ängsten stellen.
allen, du mußt dich fragen, was geschieht wenn....

ich meinen job verliere?
wenn ich meine(n) geliebten verliere?
wenn ich mein kind verliere?
wenn ich sterbe und lasse meine lieben (speziell kinder) zurück

und wenn du danach immer noch weißt,
das im grunde deiner existenz (deiner seele, dir selbst) und
der ezistenz der beteiligten,
nichts geschehen ist,
das es nur ein akt der materie,
des lernens ist,

wenn du weißt wer du bist, ein gott der heranreift,
und lernt, erwachsen wird, und der auch begriffen
hat, das man nur aus fehlern, nur aus dem neg.
lernen kann, und das das pos. nur stillstand im
lernprozess aber auch der motor des lernprozesses ist.
dann bist du fähig im jetzt zu leben,

im reich der seele, der weißen magie.

dieser lernprozess bedarf der dualität, und wird
in der materie ausgeführt, denn sie hat die dualität
als grundlage.

die dualität ist das reich des verstandes und der materie,
und des menschen in seinem inkarnierten zustand.
dieses reich hat er sich untertan gemacht, wie gott
es befahl und regiert als könig.

im wahren reich aber, im reich der seele, ist das ein staubkorn.

die dualität ist das instrument der mächtigen auf erden,
mit ihr regieren sie ihre sklaven.

in diesem sinne

machet da unter euch keinen unterschied
zwischen irgendeiner sache & irgendeiner anderen sache
denn dadurch kommet schmerz


LVX
manfred

manfred ( gelöscht )
Beiträge:

25.11.2001 09:52
#9 RE: Schwarz/Weiß???? Thread geschlossen

>
>hi zauberwesen!
>es ist immer wieder lustig zu sehen, wie die leute magie in weiß
>oder schwarz einzuteilen versuchen.
>ich nehme an sie tun dies, um ihr gewissen zu beruhigen.
>fakt ist, das jeglicher magischer akt, der bewußt ausgeführt wird,
>schwarz ist!
>der grund ist einfach.
>jeglicher bewußter akt beruht auf basis des verstandes.
>wie will ein mensch mit seinem begrenzten verstand die auswirkungen
>seiner magie kontrollieren?
>wie will er mit seinem verstand kräfte kontrollieren, die der verstand gar nicht
>kennt, kräfte die nur seiner seele zugänglich sind?
>und wenn er es noch so gut meint, bewußte weiße magie gibt es nicht.
>weiße magie entsteht aus dem unterbewußtsein
>und eine frage, wenn gestattet. woher hast du bloß deine ansichten über crowley?
>hast du ihn studiert, oder bloß die darstellung der kirche übernommen?
>tu was du willst soll sein das ganze gesetz
>liebe ist das gesetz, liebe unter wille.
>du hast kein recht als deinen willen zu tun.
>tu dies und keiner soll nein sagen.
>denn reiner wille, unbefleckt von zweck, befreit von gier,
>ist in jeder hinsicht vollkommen.
>LUX
>manfred

Der Hexagon ( gelöscht )
Beiträge:

23.11.2001 09:29
#10 RE: Schwarz/Weiß???? Thread geschlossen

..... aber eigentlich sollte es die Regel sein, Fragen die ernst gemeint sind auch ausführlich und ernst zu beantworten als Forummaster, wie ich es auf meinem Forum ( http://f25.parsimony.net/forum62571/ ) auch immer wieder versuche ( gelingen kann das jedoch nicht immer, daß wissen wir beide *fg* ).


Also noch mal Danke für die Erörterung Deiner Sicht dieser Frage. Wie jedoch Don Charon es ja schon schrieb, Du legst zur Beantwortung der Frage ein bestehendes Glaubenssystem zu Grunde. Ein Glaubenssystem, welches viel jünger ist, als die Geburtsstätte der Magie. Begriffe wie „Hölle“ erschrecken mich immer wieder im tiefsten Maße. Die „Hölle“ ist genau genommen nur eine Erfindung der Christen um ein Feindbild zu schaffen. Dieses Feindbild jedoch ist die Grundlage der christlichen Glaubenslehre. Christen sind nicht redlich und gläubig weil sie Ihren Gott so lieben, sondern weil sie Angst haben, in die „Hölle“ zu kommen. Wie kann ich also bei der Diagnostik eines magischen Grundgedankens einen Systemgedanke übernehmen, welcher rein auf der Phantasie eines dogmatischen Glaubensprinzip beruht? Der Begriff „Hölle“ entstand, wie die meisten Dinge im Christentum, auf der Basis eines keltischen/germanischen Begriffs, in diesem Fall Hel.

Zum Thema Gnosis möchte ich an dieser Stelle eine Beschreibung von Kurt Seligmann zitieren, welche mir sehr gut gefällt:

>>> Die Gnosis entsprang dem weitverbreiteten Glauben, daß Offenbarung und Kenntnis des Göttlichen nicht das Vorrecht eines ganz bestimmten Volkes, sondern das sie bei allen Kulturvölkern zu finden seien und das jede bestimmte Glaubensform einen Keim der großen Wahrheit enthalte, die durch Christus ihren vollkommensten Ausdruck gefunden habe.

Zaubergeist ( gelöscht )
Beiträge:

24.11.2001 09:36
#11 RE: Schwarz/Weiß???? Thread geschlossen

Hallo, lieber Hexagon,
dann regel ich die Ausnahme mal weiter ...
Nun, ich denke nicht, dass ich ein Glaubenssystem zugrunde gelegt habe, ich sprach davon, dass sich der Begriff unserer Hölle von Zarathushtra ableitete, das war ungefähr 1000 v. Chr. Und auch Zarathushtra hat sich das nicht aus den Fingern gezogen, sondern seine von ihm gestiftete Lehre, ist wie alle Religionen in gewisser Weise synkretistisch. Das es böse und gute Kräfte in der Welt gibt ist im Prinzip eine archetypische Erkenntnis des Menschen und von Anbeginn allem religiösen wie magischen Weltsichten gemein. Und die alte Hel, ist eine zwiespältige Erdgöttin, (übrigens wiederum ein Aspekt der Freya) die beide Seiten in sich verkörperte, ein Phänomen, das bei auch bei Gottheiten in anderen Religionen häufig antrifft. Gleichwohl wurden und werden solche Zwiespältigkeiten stets als zwei getrennte Aspekte wahrgenommen, und nicht als ein fließender Übergang. Am ausgeprägtesten finden wird dieses System in der Lehre von Yin und Yang.
Deine Auslassungen über das Christentum sind wie bei den meisten Paganisten von der Sicht geprägt, dass die Kirche der Feind des Heidentums ist. Nun sind andererseits die Heiden in Scharen den Christen zugelaufen. Also so einfach ist es nicht, denn die christliche Kirche bot und bietet mit dem Gedanken der Erlösung und der Mitmenschlichkeit eine Weltsicht an, die bis dahin in den Religionen unbekannt war. Die Sünden der Kirche, die du anprangerst, haben im wesentlichen mit der weltlichen Macht der Kirche zu tun, und sind eher ein Politikum als ein religiöses Problem.
Wenn der christliche Priester tauft oder beim Abendmahl Wein in Blut verwandelt, so ist dies unvoreingenommen eine magische Handlung. Aus der Sicht der Kirche allerdings ist dies keineswegs so, sondern eine Kommunikation mit der Gottheit. Dementsprechend hat die Kirche jede Form der Magie verdammt.
Doch zurück zum Guten und Bösen. Du meinst offenbar, dass es diese Kräfte nicht gibt, sondern es einen fließenden Übergang gibt, sofern ich dich richtig verstanden habe, und es auf die moralisch/ethische Grundhaltung des Menschen ankommt die beiden Seiten der Medaille zu erkennen. Nun, dazu kann ich nur sagen, mit dieser Einstellung ist es nicht sehr schwierig, guten Gewissens seinen Bruder zu erschlagen. Ich meine jedoch, und da sind wir auch in der Nähe des Yin und Yangs, dass eine Magie in der Gutes wie Böses in einem Raum nebeneinander steht, (denken wir etwa an die Hel) keine lautere Magie ist, da sie stets im bipolaren verharrt, das bedeutet, das die gute Magie vom Gegensatz zum Bösen bedingt wird und umgekehrt. Zudem meine ich, dass es in dieser Sphäre in der Tat eine eigenständig böse Kraft gibt. Es sind meiner Ansicht nach die egoistischen Anteile und ungelösten Seelenaspekte der Menschen im gesamten menschlichen Bewußtsein. Wirke ich also in dieser Sphäre, kommuniziere ich auch mit dieser bösen Energie. Im Grunde wirkt jede egoistische Magie in dieser Sphäre. Es ist das Ego des Magiers, das diesen Kontakt bewirkt. Eine Tatsache, die vielen großen Magiern bekannt gewesen sein dürfte, andernfalls hätten sie nicht ein so kompliziertes System entwickelt, um sich vor widrigen Dämonen zu schützen und Schutzgeister herbeizuflehen. Ein lauterer Magus, bedarf all diesem Mumpitz nicht, er wirkt aus einer anderen Sphäre heraus. Wie ich schon sagte, sehe ich diese Sphäre in der Transzendenz, also einem Raum jenseits unseres zentrierten Menschseins. In diesem Raum gibt es keinen polaren Gegensatz, er ist in sich die Energie des Seins. Magie die aus diesem Raum heraus wirkt, ist für mich weiße Magie oder wie ich auch sage lautere Magie.
Letztlich noch zu den Naturgesetzen, welche meinst du denn, die Platons, die Plotins, die Newtons, die der Quantenphysik oder die der Chaosphysik? Wer es versteht, in die Natur zu schauen, erkennt den Geist der sie schöpft, um welches Gesetz also soll er sich dann noch bemühen?
Alles Liebe
Zaubergeist

Der Hexagon ( gelöscht )
Beiträge:

25.11.2001 09:17
#12 RE: Schwarz/Weiß???? Thread geschlossen

...... zu später Stunde.

Hallo Zaubergeist.

Auf Deine Antwort werde ich noch näher eingehen, komme jedoch erst am Donnerstag oder Freitag an die Tasten ( Geschäftsreise, leider ).

Bis dahin, alles Liebe

Hexagon
Home

Natasha ( gelöscht )
Beiträge:

24.11.2001 09:51
#13 RE: Schwarz/Weiß???? Thread geschlossen

Durch diverse magische Praktiken, ist es dem, der Magier-in möglich, Energieen verschiedenen Ursprunges zu absorbieren, umzuwandeln, sie zu verwenden. Die so modifizierte Energie verändert natürlich den Energiehaushaltes des Körpers, der als Transformator agiert.
Absorbiert der Magus in erster Linie niedrige Energien, also Energien der Schwerkraft, Energien des Yangbereiches, so findet die Konzentration in erster Linie auf die niederen Chakras statt. Durch spezielle Praktiken kann diese Energie ZUNÄCHST umgeleitet und sehr wohl auch positiv genutzt werden (wobei ich positiv mit "aufbauend" gleichsetze). Wird jedoch NUR mit diesem Energie-Sammelmechanismus gearbeitet, überlädt sich das Wurzelchakra mit schwarzer Erdenergie. So schwer zu verstehen ist das garnicht. Wenn ich eine Schnittblume in gefärbtes Wasser stelle, so zieht sie mit dem Wasser die Farbe hoch und aus der weißen Lilie wird bei dunkelgefärbten Wasser ein graues Etwas. Nicht anders ist das bei dem Menschen. Der Mensch ist an dieser Stelle ausser Kraft gesetzt, Körper und Geist zerfallen....Der Mensch wird sich zum eigenen Schwarzen Loch, um sich in sich zu verschlingen. Das zum Thema Schwarze Magie.......

Und unbestrittenerweise ist doch die Intention des Menschens mit seinen diversen Glaubenssystemen sich über das Anerkennen einer höheren Göttlichkeit, deren Gesetzmäßigkeit mit dem höheren zu verbinden, zu vereinen. Es ist der Weg des Bewußtseins, der uns Menschen eine besondere Aufgabe in die Wiege legt. Jegwelches Glaubenssystem auch immer leitet den Menschen doch an über Kontrolle seines umfassenden Selbst, zum höheren geistigen Wesen zu transformieren..... Er-LEUCHT-ung, "et erit lumen".....der Weg vom Malkuth hin bis zum Ursprung, Licht, Kether führt darüber, die Form zurückzulassen....

Der Begriff "Schwarze Magie" ist somit rein "bioenergetisch" und einfach als umschreibend für die Intention des Magiers zu betrachten. Aufbauend- weiß, selbst-zerstörend-schwarz. Mehr nicht, nicht weniger. Sei ja nun jede-r-m selber überlassen....Natürlich ist die Tendenz der menschlichen Entwicklung durch (mystische) Naturgesetze bestimmt.Die Entwicklung des Höheren Ich jedoch erfolgt nicht über elementare Verhaftung, sondern über die Materilisation der Idee und sich darauf weiteraufbauender Ideen. Der Körper an sich ist -dem/ der nach Erlösung strebenden - lediglich ein Instrumentarium sich im Hier und Jetzt zu materialisieren, um sich an den Umständen zu spiegeln und dem erkennenden Geist die Möglichkeit der Weiterentwicklung und Befreiung zu bieten.

Die katholische Kirche, derer Befürworterin ich keine bin, ...viel zu dogmatisch, viel zu patriarchal strukturiert, zuviel Wissen verschweigend.....birgt sehr wohl Bestandteile des Alten Wissens, welche, wie von Zaubergeist schon gesagt, einem System zum Opfer wurden. Das ist nicht das Problem des Christentums. Möchte nur kurz den Begriff "Kommunismus" in den Raum werfen.....und nicht sie schuf die Hölle....die schafft der Mensch sich schon selber.....
..... die Hölle.....Erbos, Tartaros.....umschrieb doch schon bei Seker (ägypt. Gott der Unterwelt) lediglich den Zustand des Köpers in der Gebärmutter der Erde. So, wie den Leib des Embryos...im Fruchtwasser....unbewußt halt...und der Weg geht.... direkt über/ durch den Geburtskanal ins Licht.......
So what....
Dass für einen Menschen, der stagniert in Leid, Verzweiflung, Ichzentriertheit und Gier, der Energien für seine "niedrigen Gelüste" einsetzt, anstatt sich weiterzuentwickeln und von dieser Qual zu lösen, die Hölle bereits vor dem Tode kommt...ist zwar bedauerlich, schlußendlich aber nur der Preis für die vorangegangene Wahl.

....... hoffenltich nicht zu wirre Gedanken zum frühen Sonntagmorgen.


Et erit lumen et exit light
sang doch schon son Mattenschwingender Bruder...*fg*

Natasha.
B*B!
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Zaubergeist ( gelöscht )
Beiträge:

24.11.2001 09:10
#14 RE: Schwarz/Weiß???? Thread geschlossen

>>....... hoffenltich nicht zu wirre Gedanken zum frühen Sonntagmorgen.
>
>Et erit lumen et exit light
>sang doch schon son Mattenschwingender Bruder...*fg*
>Natasha.
>B*B!
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

Oh nein, liebe Natasha, Sonntagmorgen ist Brunchzeit, also auch für Schwereres gut. Du hast mir aus dem Bauch gesprochen. Und noch ein wenig Obers (Sahne) dazugegeben. Lässt sich öfters lesen.
Alles Liebe
Zaubergeist

Zaubergeist ( gelöscht )
Beiträge:

19.11.2001 09:47
#15 RE: Schwarz/Weiß???? Thread geschlossen

>Blicken wir zurück auf Gnostik, wir könnten auch weiter zurückblicken, doch egal. Die Gnostik ist aber jene Geisteshaltung, die das esoterische Denken bis in unsere Tage hinein in der westlichen Welt weitgehendst dominiert. Eine Grundidee der Gnostik ist es, dass der Demiurg, der Gott des alten Testamentes, eine böse Welt aus der Sophia schuf, die ihm gleich sein wollte, in der er den Menschen, die Ausgeburt der Versündigung der Sophia, das Licht entzog, sie der materiellen Verdammnis anheim gab.
_____________________________

Zu später Stunde entstand eine Ungenauigkeit in der Reihenfolge. Die Sophia ist nach gnostischer Sicht eine Abspaltung oder Ausfluss aus dem lichten göttlichen Urgrund, vergleichbar mit der Gestalt des Luzifers, aus der Sophia generierte der Demiurg, der unvollkommene Gott.
Nebenbei bemerkt die gnostische Schöpfungsvorstellung und das gnostisches Pantheon sind ein äußerst komplizierte Gemengelage.
Zaubergeist

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